Größenvergleiche (eine nie umgesetzte Website-Idee)

Größenvergleichs-Website

Seit bestimmt über 10 Jahren trage ich eine Idee für eine kleine, interaktive Website mit mir herum.

Da ich mir nie vorstellen konnte, diese zu monetarisieren, habe ich lieber andere Dinge programmiert (1, 2, 3) und die Idee bisher nicht umgesetzt.

Vielleicht möchte ja jemand anderes die Idee mal umsetzen, deshalb nachfolgend ganz kurz die Idee skizziert:

Ausgangslage

Im Radio/TV/Internet bringen „Journalisten“ immer mal wieder so absurde Vergleiche wie:

Die in Brasilien täglich abgeholzte Fläche Regenwald entspricht 15 Fußballfeldern

Das machen die wohl, damit der normale Leser sich bildlicher etwas vorstellen kann.

Elevator Pitch

Ich habe mir nun überlegt, dass zu verallgemeinern:

  1. Eine Website mit einer Datenbank erstellen.
  2. Dort normiert auf SI-Einheiten, Objektbeschreibungen hinterlegen.
  3. Eine Abfrage-Oberfläche für Endbenutzer zu erstellen, in die eine SI-Einheit eingeben wird und daraufhin eine Liste von passenden Objekten anzeigt.

Benefits

Benutzer der Website können sich originelle Größenvergleiche anzeigen lassen, abseits von den aus den Medien bekannten, ausgelutschten Vergleichen.

Beispiel

Es können z.B. hinterlegt sein:

  • Fläche abgeholzter Regenwald pro Tag in Brasilien in m².
  • Größe eines Fußballfelds in m².
  • Hautoberfläche eines Menschen in m².

Ein Benutzer kann dann in der Oberfläche z.B. einen Wert in SI-Einheiten eingeben:

  • 150 m².

und bekommt dann eine Liste ausgegeben, dass sein eingegebener Wert dem entspricht:

  • 0,001 × abgeholzter Regenwald pro Tag in Brasilien.
  • 0,5 × Fußballfelder.
  • 2,3 × Hautoberfläche eines Menschen.

Alternativ kann der Benutzer auch über eine „Vorschlagen“- oder „Zufall“-Funktion sich originelle Kombinationen darstellen lassen.

Auch könnte eine „Blättern“-Funktion ganz ohne Eingabe Kombinationen und Größenvergleiche anzeigen.

Funktionsweise

Da alle Objekte in der Datenbank im Hintergrund in SI-Einheiten normiert sind, kann das System gleichartige SI-Einheiten ineinander umrechen und so zwischen eigentlich nicht-verwandten Objekten (z.B. Regenwaldfläche und Fußballfeld-Größe) vergleichen.

Herausforderungen

Neben der Entwicklung der Website selbst dürften die größten Aufwände im Erstellen und späteren Pflegen der Datenbasis bestehen.

Eventuell könnte diese Datenbasis auch auf Wikidata basieren und somit (teil-)automatisiert werden.

Erweiterungen

Das Prinzip lässt sich sicher beliebig erweitern und verkomplizieren, z.B. könnte bei dem obigen Beispiel der abgeholzten Regenwaldfläche in Brasilien pro Tag nicht nur die Fläche, sondern auch die Zeitspanne (also die Tage) variabel hinterlegt werden und beim Lookup entsprechend berücksichtigt werden.

Neben den reinen SI-Basiseinheiten könnten sicher auch weitere Einheiten wie Währungen hinterlegt werden.

Markt und Wettbewerb

Ich glaube es gibt keinen großen Markt für das hier beschriebene Tool.

Es ist eher eine „nette Sache“, die aus technischer Sicht sicher cool ist, aus kommerzieller Sicht nicht.

Google z.B. kann ja teilweise schon zwischen recht vielen Einheiten selbst umrechnen, z.B. cm in Zoll.

Eventuell haben andere Entwickler so ein Projekt auch schon mal realisiert, ich habe noch nie so etwas gesehen, andererseits auch noch nie explizit länger danach gesucht.

Epilog

Somit endet meine kurze Vorstellung.

Würde mich interessieren, was Ihr davon haltet („Saucool“ vs. „Biggest Bullshit ever“), oder ob Ihr ggf. sogar Interesse an einer Umsetzung habt.

Update März 2017

Es gibt offensichtlich (zum Teil zumindest) einen Dienst, der das ansatzweise umgesetzt hat. Hier ein Beispiel für Saarland-Größen.

Windows oder Linux als Serverbetriebssystem?

Möchte man sich einen eigenen Server mieten, steht man vor der Frage: Windows oder Linux als Betriebssystem?

Eigentlich könnte man davon ausgehen, dass es dem Nutzer eines externen Root- oder Virtual Servers völlig egal sein könnte, welches Betriebssystem der Betreiber des Servers benutzt. Dies ist auch in einigen Fällen zutreffend, vor allem wenn der externe Server nur zur Speicherung von Daten und Rechenarbeiten verwendet wird.
Doch die Realität sieht anders aus, sobald der Server verwendet werden soll, um bestimmte Software zu installieren. So ist Linux darauf ausgerichtet, Skripte die in Perl, Python, PHP oder anderen auf Unix basierenden Programmiersprachen geschrieben sind, auszuführen. In der Regel unterstützt Linux auch die häufig verwendeten MySQL und PostreSQL Datenbanken.
Windows Server hingegen, sind vorgesehen, um ASP Skripte, zu hosten, die auf dem Microsoft Framework basieren. Windows Server unterstützen Microsoft SQL Datenbanken und Access Datenbanken.

Aber was ist nun für die persönlichen Ansprüche die richtige Lösung?
Microsoft hat mit seinen Windows Betriebssystemen für Server einen eigenen Markt geschaffen, den es derzeit dominiert. Im Gegensatz zu Windows für die Anwendung am Heimcomputer, sind die Windows Server Betriebssysteme deutlich robuster, weniger störanfällig, besser zu konfigurieren und zu überwachen. Und sie benötigen natürlich weniger Anpassungsarbeiten, wenn im Unternehmen beispielsweise PCs mit Windows verwendet werden.

Linux hingegen hat nicht nur seine eigene Fangemeinde, viele IT Spezialisten der alten Schule schwören darauf. Noch aus Unix Zeiten. Denn die Kenner der Branche sind in der Lage, bei diesem Betriebssystem Modifikationen direkt am Code durchzuführen, da der Quellcode offen liegt. Sie können bei Notwendigkeit das Programm den Bedürfnissen des Users anpassen. Und das ist den Fachleuten fraglos lieber, als jedes Mal bei den Windows Distributoren nachfragen zu müssen. Auch ist es oft so, dass die in einem größeren Unternehmen arbeitenden IT-Spezialisten durch einen speziellen IT-Dienstleister ausgeliehen werden. Sie haben dann die Aufgabe, die unternehmensspezifische Software in das ausleihende Unternehmen zu implementieren. Dabei müssen sie oftmals kleinere Anpassungen der Software, die im Unternehmen laufen soll, vor Ort vornehmen. Und dies geht ohne Zweifel besser, wenn die Server des Unternehmens mit Linux Distributionen arbeiten. Der Nachteil dieser Version ist natürlich, dass die in dem betreffenden Unternehmen arbeitende Software irgendwann so viele Änderungen erfahren hat, dass sie nicht mehr kompatibel ist.

Als Fazit kann man durchaus sagen, dass die Frage Windows oder Linux als Serverbetriebssystem vom jeweiligen konkreten Anwendungsfall abhängt. Server, die für verschiedene Kunden arbeiten und nicht nur für einen einzigen großen Betrieb, sind mit Windows Betriebssystem empfehlenswerter. Denn diese können vom externen Windows Distributor jederzeit gewartet werden.

MySQL-Datenbanken auf einen anderen Server umziehen

Da ich jetzt festgestellt habe, dass es eine doofe Idee ist, MySQL-Datenbanken durch schlichtes XCOPY-Deployment auf einen neuen Server zu verschieben (InnoDB-Tabellen werden scheinbar nur teilweise verschoben), habe ich diesen Artikel hier gefunden, der beschreibt, wie es geht:

How to Back Up and Restore a MySQL Database

Prinzipiell ganz einfach, alles via MySQL-Befehlszeile:

  1. Auf Quellserver ein mysqldump.exe-Aufruf auf die zu verschiebende Datenbank.
  2. Das Ergebnis (SQL-Datei) via FTP auf den Zielserver kopieren
  3. Auf dem Zielserver via phpMyAdmin eine neue, leere Datenbank als Ziel anlegen
  4. Auf dem Zielserver via mysql.exe die kopierte SQL-Datei einlesen.

Fertig.

(Sorry, Rosenzuechter, deshalb ist auch Dein Kommentar von vorhin zu Outlook weg)