Als ich 15 war, war ich das erste mal so „ein Bisschen“ betrunken. Während einem Grillabend mit Eltern und deren Bekannten. Es war Wein, und er hat komisch geschmeckt, aber neue Erfahrungen, naja.
Dann habe ich, bis ich so 20-22 Jahre war, immer mal wieder bei Festen (die ich, wie meine Freunde wissen, eher sehr selten besuche), etwas zu viel getrunken. Als ich dann einmal nach einem halben Bier Auto gefahren bin, und erst danach gemerkt habe, dass ich was getrunken hatte, habe ich mir gesagt: „Nie wieder Alkohol!“ (wie gesagt, schon damals habe ich das eher selten gemacht).
Schon immer habe ich Alkohol eigentlich aus nicht erklärbaren Gründen getrunken: Er schmeckt mir überhaupt nicht, wenn ich was getrunken habe werde ich nervös und hippelig, und höre subjektiv schlechter. Der einzige Grund war wohl ein unterbewusster Gruppenzwang.
Seit dem (also so 10 bis 12 Jahre) kann ich wirklich an einer halben Hand abzählen, wie oft ich Alkohol getrunken habe. Und die Mengen waren jeweils homöopatisch. Die Gründe waren mal ein Versprechen dem Klaus Hannes gegenüber, ein anderes Mal ein Abend mit einem Mädel (hat aber nix genutzt ;-)).
Nachdem heute mal wieder Bekannte untereinander geredet haben wie gerne und in welchen (für mich) häufigen Intervallen sie Alkohol konsumieren, und ich dabei natürlich völlig abseits stand, da habe ich mich mal wieder gefragt:
Uwe, bist Du normal?
Es ist scheinbar völlig üblich, Alkohol zu konsumieren. Und somit völlig unüblich, keinen Alkohol zu konsumieren. Und außer zwei nicht repräsentativen Einzelfällen (M. und A.), kenne ich auch niemanden, der keinen Alkohol trinkt.
Ich weiß somit auch keine Antwort auf meine Frage, aber ich finde das alles schon recht seltsam.
(Ende der philosophischen Sonntagsgedanken, danke fürs Lesen)
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