Neue Version von Cloudfogger – Jetzt einfacher denn je Dropbox verschlässeln

TrueCrypt war gestern – der moderne, smarte und sichere Weg, Dateien in Dropbox, Google Drive oder SkyDrive zu verschlüsseln heißt Cloudfogger!

Die gerade erschienene Version 1.2 hängt sich stabil und unauffällig als neuen Ordner in Eure Dropbox-Ordnerstruktur (und halt, wie gesagt, SkyDrive oder Google Drive) ein und verschlüsselt/entschlüsselt unmittelbar Eure Dateien.

Wenn Ihr bisher große, monolitische TrueCrypt-Container per Dropbox synchronisieren musstet, so könnt Ihr mit Cloudfogger elegant einzelne Dateien verschlüsseln. Die Programmoberfläche ist modern, unauffällig und hält sich wann immer möglich dezent im Hintergrund und ist wirklich leicht zu bedienen. TrueCrypt ist für mich immer irgendwie kompliziert und umständlich zu bedienen gewesen. Nicht so Cloudfogger.

Die Aussage “Sicherheit muss aufwändig sein”, die ich mir immer eingeredet habe um mich zum Nutzen von TrueCrypt zu bewegen ist definitiv so nicht mehr richtig; Cloudfogger belehrt mich eines Besseren! Die Verschlüsselung ist Industriestandard und up-to-date.

Und das bewährte Microsoft-Office-Outlook-Plug-in ist natürlich weiterhin vorhanden und tut elegant seinen Dienst.

Also unbedingte Nutzungsempfehlung – sofort Cloudfogger downloaden 🙂

SkyDrive-Fehlermeldung “Wir können den SkyDrive-Ordner nicht finden”

Seit kurzem nutze ich auf meinem 64-bit-Windows-7-Rechner SkyDrive, Microsofts Dropbox-Clone.

Da ich 25 GB frei habe, weil ich altgedienter Nutzer bin, habe ich gleich auch noch meine wichtigsten Entwickler-Projekte mit synchronisiert. Da diese außerhalb des SkyDrive-Ordners liegen, habe ich nach Anleitung einen symbolischen Link erstellt um externe Ordner zu synchronisieren.

Seit dem tritt nun folgende Fehlermeldung auf:

Fehlermeldung Microsoft SkyDrive - Wir können den SkyDrive-Ordner nicht finden

Microsoft SkyDrive
Wir können den SkyDrive-Ordner nicht finden.

Stellen Sie bitte sicher, dass der SkyDrive-Ordner verfügbar ist, und starten Sie SkyDrive erneut.

Das ist höchst ärgerlich, weil jetzt nichts mehr synchronisiert.

Nach kurzer Recherche habe ich dann herausgefunden, dass die Fehlermeldung auf Englisch “We’re unable to find the SkyDrive folder” heißt und dass die Ursache ist, dass ich mehr als 150.000 Dateien zu synchronisieren versuche. (Auch hier beschrieben).

Einzige Lösung zurzeit scheint zu sein, den symbolischen Link zu meinen Entwickler-Projekten wieder zu entfernen und zu hoffen, dass bald die Beta-Version durch eine finale Version ersetzt wird, die das dann hoffentlich behebt.

Das neue SkyDrive ohne Anmeldung laufen lassen

Da ist das neue SkyDrive von Microsoft nutzen möchte um automatisiert einen Ordner auf einem Webserver zu sichern, habe ich ein bisschen recherchiert, wie das geht.

Was möchte ich wie sichern?

Ich verwende folgende Sicherungskette:

  1. Dateien, Datenbanken und Windows-Systemdateien werden über geplante Aufgaben (“Scheduled Tasks”) regelmäßig auf einen zentralen Ordner gespeichert (z.B. “D:\Backups\Data”).
  2. Die Skripte zum Backup erstellen liegen auch unterhalb des Backup-Ordners (z.B. “D:\Backups\Config”).
  3. Eine weitere geplante Aufgabe kopiert diese Dateien und Ordner komplett in einen Pickup-Ordner, z.B. “C:\Backup-Pickup-Fuer-SkyDrive”. Der Zielordner wird zunächst komplett geleert, also alle Dateien und Unterordner werden gelöscht.
  4. SkyDrive wird so konfiguriert, dass es diesen Pickup-Ordner überwacht und die Dateien hinaus schaufelt. Diese Konfigurationsschritte beschreibe ich nachfolgend.

Wie kann ich SkyDrive dafür nutzen?

Standardmäßig wird SkyDrive für den aktuell angemeldeten Benutzer installiert und bei seiner Anmeldung gestartet. Es ist also beim Abmelden wieder beendet. Das ist so nicht für eine automatische Synchronisierung zu gebrauchen. Es gibt einen Artikel von Mitte 2011, der beschreibt, wie mit Windows Live Mesh (dem Vorgänger von SkyDrive) eine automatische Synchronisierung möglich ist.

Aufbauend auf dieser Idee konnte ich dann eine Lösung einrichten:

  1. Als der Benutzer auf dem Server anmelden, unter dessen Konto später SkyDrive automatisch laufen soll. Nennen wir ihn mal “backupuser”. Der Benutzer sollte Administrator-Rechte besitzen.
  2. SkyDrive downloaden und installieren.
  3. Den von SkyDrive überwachten Ordner entsprechend beibehalten (“c:\users\backupuser\skydrive”) oder auf einen eigenen Ordner umbiegen (z.B. “d:\backup-external”).
  4. Mit dem gewünschten Windows-Live-Konto in SkyDrive anmelden (ich habe ein neues Konto erstellt).
  5. Nun einen geplanten Task einrichten im “Windows-Aufgabenplaner” oder “Windows Task Scheduler”, wie es auf englisch heißt:
  1. Startart auf “At Startup” einstellen, also beim Systemstart.
  2. So konfigurieren, dass auch ohne Anmeldung und mit höchsten Privilegien läuft.
  3. Die Option deaktivieren, die angibt, dass der Task nach einer gewissen Zeit (3 Tage) beendet wird. Der Task soll immer laufen.
  4. Als Programmpfad in unserem Beispiel “C:\Users\backupuser\AppData\Local\Microsoft\SkyDrive\SkyDrive.exe” hinterlegen.
  5. Als Befehlszeilenargument “/background” hinterlegen.
  6. Den geplanten Task unter dem alternativen Konto “backupuser” laufen lassen.
  7. Beim Verlassen des Dialogs für den neuen Task durch “OK” muss einmalig der Kennwort des “backupuser”-Kontos hinterlegt werden.
  • Zur Sicherheit von Windows nun den “backupuser” abmelden und mit einem alternativen Administrator-Konto anmelden.
  • Nun noch den Task einmalig im Task Scheduler rechtsklicken und starten. Ihr solltet im Task-Manager jetzt “SkyDrive.exe” sehen, laufend unter dem “backupuser”-Konto.
  • Zur Kontrolle einfach einen neue Textdatei mit Inhalt in den SkyDrive-überwachten Ordner ablegen. Anschließend bei SkyDrive von einem anderen Rechner aus im Browser anmelden über skydrive.live.com und schauen, ob die Datei angekommen ist.

Jetzt sollte alles konfiguriert sein. Wenn Ihr mehr als die 7 GB Speicher benötigt, könnt Ihr für gerade mal 8 Euro im Jahr weitere 20 GB kaufen (und auch noch mehr).

Was sollte ich regelmäßig machen?

Ich empfehle, regelmäßig über die Weboberfläche zu kontrollieren, ob:

  • die Dateien aktuell sind
  • die Dateien vollständig sind
  • die Dateien inhaltlich korrekt sind

Zudem könnt Ihr die Protokolldateien von SkyDrive auf dem Server anschauen, diese liegen im “logs”-Ordner unterhalb der SkyDrive-Installation (“C:\Users\backupuser\AppData\Local\Microsoft\SkyDrive\logs” im Beispiel).