Zeig mir deine Grill-Hardware, und ich sag dir, wer du bist

Wer hätte gedacht, dass der Sommer wie aus dem Nichts auftaucht? Den Frühling haben wir wohl gekonnt übersprungen, und nun werden die Wiesen in Parks und an Ufern von Grillvölkern bewohnt. Und wenn man da durch die Schlachtfelder der Schaschlik-Spieße schlendert, merkt man schnell: Die verschiedenen Grillvölker definieren sich durch ihre Hardware. Ganz unähnlich sind sie da uns Computer-Aficionados also nicht … Die Inspektion der physischen Bestandteile der konkurrierenden Grills (und wir sprechen hier natürlich von Holzkohlegrills) erfolgt bei den meisten Wiesennomaden aus dem Blickwinkel heraus – man will ja nicht auffallen. Vorlieben werden dabei mit einem wohlwollenden Nicken honoriert, Abneigungen hingegen mit einem spöttischen Lächeln im Mundwinkel quittiert. Holzkohlegrill ist schließlich nicht gleich Holzkohlegrill. So mannigfaltig die Ausführungen des Grills sind, so variabel definieren sie auch den dahinter stehenden Brutzler. Edingershops.de bietet verschiedene Modelle von Weber Grill, die zur Typologie der hier vorgestellten Grillmeister passen.

Bratwurst-pixelio

Der tragbare Kugelgrill, zum Beispiel, hat eine äußerst niedrige Höhe. Er ist der perfekte Begleiter für den entspannten Zeitgenossen, der die Sonnenseite des Lebens liebt. Und das nicht nur sprichwörtlich. Wohin auch immer die Sonne wandert, der gechillte Grillmeister geht mit ihr mit. Er wird niemals im Schatten stehen. Oder besser: sitzen. Denn der tragbare Grill ist vor allem ein Allrounder für hippieeske Wiesen-Sit-Ins. Am Grill vegetarische Würstchen wendend herumstehen, während alles anderen liegend entspannen? Nö. Zu anstrengend.

Einen Grill von der Tankstelle guckt der professionelle Premiumgriller nur mit verzogener Miene an. Er ist jeden Sommer in seiner Grill-Montur (Schürze mit einem kecken Sprücheklopfer-Aufdruck und hitzeresistente Ofenhandschuhe) und mit seiner „Software“ (zwei verschiedene Grill-Roste, Spezial Briketts) vor Ort, um allen zu demonstrieren, wer der Grill-König ist. Wie viel PS sein unverwüstlicher Edelstahl-Grill hat, stellt er gern zu Schau: Komfortable Stehhöhe, Lenkrollen und Räder an den Stehfüßen, eine Ablagefläche für das argentinische Rindersteak, und ein Deckelthermometer. Durch neidische Blicke fühlt er sich in seiner Überlegenheit bestätigt. Doch Achtung: Niemand sonst darf seinen Premiumgrill befeuern, also Finger weg!

Der Durchschnittsbrutzler hingegen hat es leicht. Er bleibt im Kampf der Grillvölker schweizerisch neutral und ist nur des Grillens wegen ein Wiesenbewohner. Er macht seinen Grillabend weder zu einem Happening noch zu einem Exklusiv-Event und betrachtet seinen Grill als Arbeitstier, das genau das machen soll, wozu es gedacht ist: Lebensmittel lecker machen. Im Vorhinein eine Grillkunde zu studieren, würde ihm nicht mal im Traum einfallen, und so brät er seine Würstchen nach einem Rezept aus Bauchgefühl und Erfahrung auf einem Grill, den er schon seit Jahren besitzt und liebevoll pflegt.

Also nichts wie raus auf die Wiesen der Republik mit Bier und Grillgut im Gepäck. Welchen Grill auch immer ihr besitzt: Viel Vergnügen und guten Appetit!

Bildquelle: Katharina Wieland Müller / pixelio.de

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