Windows oder Linux als Serverbetriebssystem?

Möchte man sich einen eigenen Server mieten, steht man vor der Frage: Windows oder Linux als Betriebssystem?

Eigentlich könnte man davon ausgehen, dass es dem Nutzer eines externen Root- oder Virtual Servers völlig egal sein könnte, welches Betriebssystem der Betreiber des Servers benutzt. Dies ist auch in einigen Fällen zutreffend, vor allem wenn der externe Server nur zur Speicherung von Daten und Rechenarbeiten verwendet wird.
Doch die Realität sieht anders aus, sobald der Server verwendet werden soll, um bestimmte Software zu installieren. So ist Linux darauf ausgerichtet, Skripte die in Perl, Python, PHP oder anderen auf Unix basierenden Programmiersprachen geschrieben sind, auszuführen. In der Regel unterstützt Linux auch die häufig verwendeten MySQL und PostreSQL Datenbanken.
Windows Server hingegen, sind vorgesehen, um ASP Skripte, zu hosten, die auf dem Microsoft Framework basieren. Windows Server unterstützen Microsoft SQL Datenbanken und Access Datenbanken.

Aber was ist nun für die persönlichen Ansprüche die richtige Lösung?
Microsoft hat mit seinen Windows Betriebssystemen für Server einen eigenen Markt geschaffen, den es derzeit dominiert. Im Gegensatz zu Windows für die Anwendung am Heimcomputer, sind die Windows Server Betriebssysteme deutlich robuster, weniger störanfällig, besser zu konfigurieren und zu überwachen. Und sie benötigen natürlich weniger Anpassungsarbeiten, wenn im Unternehmen beispielsweise PCs mit Windows verwendet werden.

Linux hingegen hat nicht nur seine eigene Fangemeinde, viele IT Spezialisten der alten Schule schwören darauf. Noch aus Unix Zeiten. Denn die Kenner der Branche sind in der Lage, bei diesem Betriebssystem Modifikationen direkt am Code durchzuführen, da der Quellcode offen liegt. Sie können bei Notwendigkeit das Programm den Bedürfnissen des Users anpassen. Und das ist den Fachleuten fraglos lieber, als jedes Mal bei den Windows Distributoren nachfragen zu müssen. Auch ist es oft so, dass die in einem größeren Unternehmen arbeitenden IT-Spezialisten durch einen speziellen IT-Dienstleister ausgeliehen werden. Sie haben dann die Aufgabe, die unternehmensspezifische Software in das ausleihende Unternehmen zu implementieren. Dabei müssen sie oftmals kleinere Anpassungen der Software, die im Unternehmen laufen soll, vor Ort vornehmen. Und dies geht ohne Zweifel besser, wenn die Server des Unternehmens mit Linux Distributionen arbeiten. Der Nachteil dieser Version ist natürlich, dass die in dem betreffenden Unternehmen arbeitende Software irgendwann so viele Änderungen erfahren hat, dass sie nicht mehr kompatibel ist.

Als Fazit kann man durchaus sagen, dass die Frage Windows oder Linux als Serverbetriebssystem vom jeweiligen konkreten Anwendungsfall abhängt. Server, die für verschiedene Kunden arbeiten und nicht nur für einen einzigen großen Betrieb, sind mit Windows Betriebssystem empfehlenswerter. Denn diese können vom externen Windows Distributor jederzeit gewartet werden.

Ein Gedanke zu „Windows oder Linux als Serverbetriebssystem?

  1. tomx3 sagt:

    Und für Linux-Server gibt es natürlich keine Dienstleister *roll*

    Zu erwähne währe auch noch, das bei vServern darauf zu achten ist, welche Virtualisierung verwendet wird.

    Denn vServer mit OpenVZ sind nicht annähernd so flexibel einsetzbar wie KVM bzw. QEMU-Server.

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