Anekdoten – Der Kofferbomber

Es war Weihnachten (oder Sylvester?) 2003, als ich abends mit Harald samt Anhang unterwegs in Göppingen war. Nur noch sehr wenige Leute waren auf den Straßen.

Wir entschlossen uns in eines der wenigen offenen Cafés bzw. Bars zu gehen, das “Dolche” am Schillerplatz in Göppingen.

Nach einer gewissen Zeit, wir hatten schon was zu Trinken bestellt gehabt, redeten wir so, und auf einmal sahen Harald und ich einen seltsamen Kerl die Bar betreten. Er hatte einen Aktenkoffer dabei. Er setzte sich und bestellte ebenfalls ein Getränk.

Höchst seltsam. Mit einem Aktenkoffer an Weihnachten abends alleine in eine Bar? Huh?

Natürlich wussten Harald und ich sofort, um was es sich handelt. Es war ein vom Weihnachtsfrust geplagter, vereinsamter Mensch der mit sich und der Welt abgeschlossen hatte und nun mit einem grandiosen Ende abtreten wollte.

Indem er sich und uns alle mit der Bombe in seinem Aktenkoffer in die Luft sprengt.

Zum Glück handelten wir schnell: Unsere zwei Begleitungen wurden in Windeseile davon überzeugt (bzw. so weit gebracht, bis sie resigniert zugestimmt hatten), schnellstmöglich die Bar zu verlassen.

3 Minuten später waren wir dann, begleitet von zwei kopfschüttelnden Damen draußen und entfernten uns zügig. Eine Explosion haben wir später nicht gehört, obwohl wir die nächsten Stunden aufmerksam lauschten. Vermutlich hatte es sich der potentielle Attentäter ob unserer schnellen Flucht anders überlegt.

Aber soll ich Euch was sagen? Wären wir geblieben, hätte er uns alle getötet; und ich könnte diese Zeilen heute nicht schreiben… (ja, das wäre ein Verlust!)

32 thoughts on “Anekdoten – Der Kofferbomber

  1. vielleicht war es auch nur einer von der Mafia, der Jahresabschluss machen wollte und noch die zu zahlenden Schutzgelder eingetrieben hat. Von daher hätte er auch wild um sich schießen können, wenn er kein Geld bekommen hätte. So oder so habt ihr wohl das einzig richtige getan ;-)

    p.s.: sag mal hast du kein we? du armer, kein wunder, dass man da paranoia entwickelt ;-)

  2. “Wochenende” sagt mir nix. Aber Du könntest ja mal bei Interesse versuchen mir den Begriff praxisnah beizubringen! Ggf. freut mich das?!?

  3. Uwe… wenn ihr so sicher wart, wieso habt ihr dann nicht das Cafe räumen lassen ? Hmmm ? Die anderen Menschen dort hätten sicher auch gerne Neujahr erlebt…

    Fällt mir grade so auf…

  4. katinka: zeig dem armen uwe doch mal, was man an einem wochenende alles tolles machen kann, der sitzt ja noch immer im büro :-( nimm ihn an der hand und zeig ihm was leben heisst …

  5. Jeder ist sich selbst am nächsten, sag ich da nur.

    Und Herr Keim, ich kann sie gern mal in mein WE praxisnah einführen, ich kann beim putzen und einkaufen immer Hilfe gebrauchen. Das würde MICH dann freuen…

  6. Würde ich ja, rosenzuechter, aber der Junge meint: ” es ist anstrengend mit mir zu chatten”. wie anstrengend wird es dann erst sich mit mir persönlich zu unterhalten. obwohl, das ist vielleicht gar nicht gewollt… :-)

  7. Da der grösste Teil des Einkaufs wohl Grünzeug für meine Schweine sein wird, fällt sicher noch was für dich ab, kannst dich ja mit denen drum streiten… ;-) und jetzt geh endlich nach Hause, es ist Samstag Abend, Zeit für Sauftouren und Frauenaufreißen… mei, so wird das nie was mit dir

  8. Bin jetzt daheim. Will keine Frauen aufreißen. Will ggf. maximal Katinka aufreißen.

    Werde mir jetzt was kochen. Bin nämlich ein begnadeter Koch. Top!

  9. Dann kannst ja mal ein paar Rezepte online stellen, Herr Meisterkoch.
    Und soll ich mich jetzt geehrt fühlen: ich oder keine ;-)
    35 cm ist die gurke…, die du in den Salat geschnitten hast, oder wie

  10. wow, kuchen, menno bist du gemein, was ist es denn für einer?
    also jetzt mach ich mir sorgen, sonntag, tag des herrn, kein arbeitstag! du bist echt arm dran.

  11. “Das alles und noch viel mehr /
    würd’ ich backen, wenn ich König von Deutschland wär”

    Kaufen wir einfach die entsprechenden Zutaten nächstes Wochenende, dann back ich Dir einen.

  12. Alter das ist geil, so klappt das mit der Katinka ;-) Hoffentlich ist die auch so süss wie der Kuchen aussieht *gg

    Was ist das denn eigentlich für ein Kuchen?? Pfläumchen??

  13. Auf jeden Fall dürfte klar sein, Mama wird Uwe an diesem Wochenende begleiten müssen… Hoffentlich hat die auch ein Blog, damit wir auch eine realistische Einschätzung des WE zu lesen bekommen….

  14. wieso werde ich eigentlich ständig verkuppelt, wenn ich hier einen kommentar schreibe?
    mmmhh, ok mohnkuchen, naja, ein manko musste es ja geben, sorry, aber ich mag kein mohn, auch wenn du den roh isst…
    also ich hätte in der challenge noch ganz viele leckere, in stundenlanger arbeit selbstgemachte, liebevoll dekorierte plätzchen anzubieten, ohne mohn ;-)
    und mit sicherheit bin ich süßer als jeder kuchen, den der uwe macht :-) keine frage

  15. Awa. Zucker, nicht Schleim.

    Schleim (lat. Mucus) ist eine zähflüssige organische Absonderung, insbesondere von Schleimhäuten, die üblicherweise dem Schutz der Organoberfläche vor Austrocknung, Fremdpartikeln oder Abrieb dienen. Schleim kann auch der Einhüllung und Abkapselung von unerwünschten Fremdkörpern dienen. Strukturbestimmende Hauptbestandteile des Schleims sind die Muzine.

    Schleim gehört zu den Substanzen, die auch ohne rationale Begründung bei den meisten Menschen Ekel hervorrufen.

    Quelle

  16. Zuckersüß und besonders lecker – die Kekse die hier in einer riesigen Schüssel stehen.
    Kalorienbomben, ja, ganz bestimmt. Aber bei manchen Dingen lohnt es sich, sie einfach zu genießen, ohne darüber nachzudenken :-) Bring doch einfach mal einen Kuchen von dir vorbei, liebster Uwe, dann kann ich, objektiv und unabhängig, eure Backkunst vergleichen :-) (und das Angebot ist vöööööllig uneigennützig gemeint :-) )

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