Nein, nicht was Ihr denkt, ganz anderes Thema und leider etwas langatmig, ging aber nicht kürzer:
Der kleine Unterschied zwischen französischen und deutschen Autofahrern in Bezug auf Motorradfahrer, darüber will ich sprechen. Wir waren gerade im Motorrad-Urlaub im französischen Jura und dem Ain-Tal, wunderschöne Straßen, herrliche Landschaft und mit dem Wetter hatten wir auch Glück..
Nun zum Thema: Französische Autofahrer schauen in den Rückspiegel und machen den Motorradfahrern Platz. Sie fahren rechts auf der Straße und winken einen sogar vorbei. Wirklich toll und ich war supererstaunt und habe mich immer mit dem obligatorischen rechten Fußstrecker bedankt.
Kaum haben wir deutschen Boden befahren, ging es schon wieder los. Immer schön links bleiben, ja nicht Platz machen und dann womöglich noch Gas geben, wenn man überholen will, so das Credo der Deutschen. So geschehen auf dem Feldberg:
Eigentlich habe ich ja nix gegen Daimler-Fahrer, aber der speziell war halt einer: Ein Mann im mittleren Alter, in seinem „schicken“ weißen T-Modell mit giftiger Ehefrau daneben, Kennzeichen BB-LS (Den Rest darf ich nicht verraten, hat mein Anwalt gemeint
). Hat schon beim Sebi rumgemuckt, dem mehrmals das Überholen verhindert und ordentlich Gas gegeben als er dann überholt hat. Und bei mir (leider weniger PS) hat er dann ein Spiel draus gemacht. Vor jeder Kurve auf 30 runtergebremst und genau am Ende der Kurve schön auf die linke Seite der Fahrbahn und Gas gegeben. Das hat er dann ein paar mal mit mir so getrieben, bis es dann zweispurig geworden ist. Ich ahnte schon, dass er mir es nicht einfach machen will und habe gleich zu Beginn der zweispurigen Strecke (die war 800 m lang) Gas gegeben und bin ganz auf den linken Rand der Fahrbahn. Das hat der liebe Mann dann auch gemacht. Einziges Pech für mich waren mehrere Komponenten: Die Fahrbahn war leider nass, das ganze war schon in der Kurve und ich musste auf die Mittellinie ausweichen (die ist nass wie Schmierseife pur). Daraufhin hat mein Vorderrad beschlossen, sich zu verabschieden und zum Glück habe ich die paar goldene Grundregeln für diesen Fall beherzigt (Keine Panik! Nicht bremsen! Nicht lenken, einfach nur warten, bis das Rad wieder Grip hat und hoffen, dass die Schräglage dann noch nicht zu heftig ist).So hat sich mein braves Ped nach kurzer Schleuderpartie, die auch dem entgegenkommenden LKW-Fahrer nicht entgangen ist (dem ich auf diesem Wege herzlich für seine schnelle Reaktion danke!) wieder gefangen und hat mich nicht aus dem Sattel geschmissen.
Zur Anmerkung: Herr Daimler hat das natürlich kalt gelassen und ist rechts an mir vorbei gezogen.
Wisst Ihr jetzt, warum ich französische Autofahrer liebe?
Kurz drauf hab ich ihn dann eh gehabt, als er hinter nem LKW hing
Und wenn er jeden Morgen neben der Frau aufwachen muss, die da bei ihm im Auto war, ist er für den Rest seines Lebens mehr gepeinigt, als ich es je hätte tun können! So ein Mensch ist’s einfach nicht wert…
Was hätte denn dein lieber Anwalt und Mitfahrer gesagt, wenn dich Herr T-Modell so ins Krankenhaus gebracht hätte?
Ich in der Politik, morgen wären alle deutschen Autobahnen auf 130 beschränkt. Das bringt Ruhe in das Glied und senkt den Umsatz der Ölmultis gewaltig und tut noch was für die Umwelt. Bei den Össis kann man so schön fahren, einfach herrlich.
Cool das ihr trotzdem so ruhig geblieben seid. Ich wäre ihm bis vor die Haustüre gefolgt. Wahrscheinlich hätten dann 200 Euro aber nicht gereicht.
pfff, für sowas bin ich viel zu unvernünftig. Außerdem sind meine schlimmsten Verletzungen eh vom Mountain-Biken und im Wald gibt es keine Geschwindigkeitsbegrenzungen!